Ljubljana, Celje und Maribor
Die Strecke von Ljubljana über Celje nach Maribor verbindet drei sehr unterschiedliche Städte.
Autor: Ursula
Ljubljana, Celje und Maribor auf einer einzigen Reise erleben
Ljubljana, Celje und Maribor liegen nicht weit voneinander entfernt und lassen sich deshalb gut zu einer kleinen Rundreise durch das Landesinnere verbinden. Dabei sind die drei Städte erstaunlich unterschiedlich.
Ljubljana ist die lebendige Hauptstadt mit ihrer Altstadt an der Ljubljanica. Celje ist kleiner und vor allem wegen seiner Burg und der Geschichte der Grafen von Cilli interessant. Maribor wiederum liegt an der Drau und ist eng mit dem Weinbau der slowenischen Steiermark verbunden.
Wer nicht einfach nur von einer Stadt zur nächsten fahren möchte, kann die Strecke gut auf drei oder vier Tage verteilen. Mit zusätzlichen Abstechern lässt sich daraus auch eine längere Reise machen.
Von Ljubljana nach Celje
Von Ljubljana geht es zunächst in Richtung Osten. Die direkte Strecke nach Celje ist schnell gefahren, doch eigentlich wäre es schade, die Fahrt nur als Verbindung zwischen zwei Übernachtungsorten zu betrachten.
Celje liegt an der Savinja und hat eine lange Geschichte. Schon die Römer hinterließen hier ihre Spuren. Später wurde die Stadt zum Zentrum der Grafen von Cilli, deren Geschichte bis heute eng mit Celje verbunden ist.
Die Altstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden. Besonders interessant ist die Verbindung zwischen den historischen Gebäuden im Zentrum und der großen Burganlage oberhalb der Stadt.
Burg Celje
Die Burg Celje gehört zu den Sehenswürdigkeiten, für die sich der Zwischenstopp wirklich lohnt. Die Ruinen liegen auf einem Hügel über der Stadt und bieten einen weiten Blick über die Umgebung.
Von der ursprünglichen Anlage sind vor allem Mauern, Türme und Teile der Innenbereiche erhalten. Besonders bekannt ist der Friedrichsturm.
Für die Besichtigung sollte man etwas Zeit einplanen. Wer nur kurz durch Celje fährt, wird der Stadt und der Burg kaum gerecht. Eine Übernachtung ist deshalb sinnvoll, wenn du die Route nicht in möglichst kurzer Zeit absolvieren möchtest.
Im Sommer finden auf der Burg außerdem Veranstaltungen statt, die sich mit dem mittelalterlichen Leben beschäftigen.
Ein Abstecher ins Savinja-Tal
Wer einen zusätzlichen Tag zur Verfügung hat, kann von Celje aus in Richtung Savinja-Tal fahren.
Dort verändert sich die Landschaft deutlich. Aus der Stadt geht es in eine grüne, von Bergen umgebene Region. Besonders bekannt ist das Logarska-Tal, das mit seinen Wanderwegen und dem Rinka-Wasserfall zu den schönen Naturzielen im Norden Sloweniens gehört.
Dieser Abstecher passt allerdings besser zu einer Reise mit dem Auto. Wer ausschließlich mit Bus und Bahn unterwegs ist, sollte die Verbindung vorher genau prüfen und die Route entsprechend planen.
Weiter nach Maribor
Von Celje geht es anschließend weiter nach Nordosten. Die direkte Verbindung nach Maribor ist unkompliziert und kann mit dem Auto ebenso wie mit der Bahn zurückgelegt werden.
Maribor ist nach Ljubljana die zweitgrößte Stadt Sloweniens und liegt unmittelbar an der Drau. Die Stadt wirkt deutlich ruhiger als die Hauptstadt und lässt sich gut zu Fuß entdecken.
Im Zentrum liegen der Hauptplatz, historische Bürgerhäuser und die Uferbereiche der Drau relativ dicht beieinander. Besonders schön ist ein Spaziergang entlang des Flusses im Bereich von Lent.
Maribor und die Alte Rebe
Maribor ist gleichzeitig ein guter Ausgangspunkt, um den slowenischen Weinbau kennenzulernen.
Im Stadtteil Lent wächst die berühmte Stara Trta, die Alte Rebe. Sie gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt und steht für die lange Weintradition der Region.
Wer sich für Wein interessiert, kann den Aufenthalt in Maribor deshalb gut mit einem Ausflug in die umliegenden Weinberge verbinden. Die Landschaft südlich und östlich der Stadt ist von sanften Hügeln und Weinbergen geprägt.
Gerade im Herbst lohnt sich die Fahrt durch die Region. Dann sind die Weinberge während der Weinlese besonders interessant.
Lohnt sich ein Abstecher nach Ptuj?
Ja, wenn du etwas mehr Zeit hast.
Ptuj liegt südöstlich von Maribor und lässt sich gut als zusätzlicher Baustein in die Route aufnehmen. Die Stadt gilt als älteste Stadt Sloweniens und besitzt eine sehr schöne historische Altstadt.
Über dem Zentrum thront die Burg Ptuj. Dort befindet sich das Regionalmuseum mit Sammlungen zur Geschichte der Region.
Ptuj ist allerdings kein kleiner Zwischenstopp, den man einfach noch schnell dazwischenquetscht. Wenn du die Stadt wirklich kennenlernen möchtest, solltest du dafür mindestens einen halben Tag einplanen.
Besonders interessant ist Ptuj während des Kurentovanje, des traditionellen Karnevals. Die charakteristischen Kurent-Figuren gehören zu den bekanntesten Bräuchen Sloweniens.
Drei Tage für die Route
Für einen ersten Eindruck lässt sich die Strecke gut auf drei Tage verteilen.
Tag 1:
Ljubljana und anschließend Fahrt nach Celje. Altstadt und Burg besichtigen, Übernachtung in Celje.
Tag 2:
Je nach Interesse Ausflug ins Savinja-Tal oder gemütlicher Start nach Maribor. Am Nachmittag Maribor erkunden und an der Drau entlangspazieren.
Tag 3:
Maribor und die Weinregion. Wer möchte, fährt anschließend weiter oder zurück nach Ljubljana.
Mit vier Tagen wird die Reise deutlich entspannter. Dann bleibt auch Zeit für Ptuj oder einen längeren Aufenthalt im Savinja-Tal.
Mit Auto oder Bahn?
Beides ist möglich.
Mit dem Auto bist du flexibler und kannst auch kleinere Orte, Weinberge und abgelegene Sehenswürdigkeiten einbauen. Gerade für das Logarska-Tal oder eine Weinroute ist ein Auto praktisch.
Die Strecke zwischen Ljubljana, Celje und Maribor lässt sich aber auch gut mit der Bahn bewältigen. Damit eignet sich die Route sogar für Reisende, die Slowenien ohne Mietwagen erkunden möchten.
Der Unterschied zeigt sich vor allem bei den Abstechern. Für die drei Städte selbst brauchst du nicht unbedingt ein Auto.
Die Route verlängern
Wer nach Maribor noch Zeit hat, kann die Reise in verschiedene Richtungen fortsetzen.
Im Osten bieten sich weitere Weinregionen und kleinere Orte an. Richtung Süden lässt sich die Route mit Ptuj verbinden. Wer zurück nach Ljubljana möchte, kann die Strecke auch als Rundreise planen und unterwegs weitere Stopps einbauen.
Dadurch muss die Reise nicht einfach aus drei Übernachtungsorten bestehen. Gerade die Kombination aus Städten, Burganlagen, Weinregionen und Landschaft macht diese Strecke interessant.
Wann ist die Route besonders schön?
Die Route funktioniert grundsätzlich das ganze Jahr über. Für eine Kombination aus Stadtbesichtigungen, Ausflügen und Wanderungen sind allerdings Frühling bis Herbst besonders angenehm.
Im Frühjahr ist die Landschaft frisch und grün. Der Sommer eignet sich für lange Tage und zahlreiche Veranstaltungen, kann aber auch deutlich voller sein.
Der frühe Herbst ist für diese Strecke besonders reizvoll. In den Weinregionen beginnt die Ernte und die Temperaturen sind meist angenehmer als im Hochsommer.
Ljubljana, Celje und Maribor verbinden
Die drei Städte eignen sich gut für eine erste Route durch das Landesinnere Sloweniens. Ljubljana bringt das Stadtleben und die bekannten Sehenswürdigkeiten mit, Celje die Geschichte der Grafen von Cilli und eine beeindruckende Burg. Maribor verbindet Stadt, Drau und Weinbau.
Wer nur wenig Zeit hat, kann die Strecke in drei Tagen schaffen. Schöner wird sie allerdings, wenn ein zusätzlicher Tag für einen Abstecher nach Ptuj oder ins Savinja-Tal bleibt.
Gerade weil die Entfernungen überschaubar sind, eignet sich die Route gut für eine Reise, bei der nicht jeden Tag ein neuer Ort auf dem Programm stehen muss. Man kann ankommen, sich umsehen und am nächsten Tag in Ruhe weiterfahren.